Medikamente, Wurmkuren und Sedierungen
Wurmkuren werden ebenfalls nach Körpergewicht vergeben. Kennt man das genaue Gewicht nicht, wird geschätzt. Dennoch kann man vor allem bei Ponys den Unterschied von 50 Kilogramm oft nicht erkennen. Dies kann zur Folge haben, dass man eine zu gering- oder hochdosierte Menge vergibt. Eine zu geringe Menge kann dazu führen, dass Würmer nicht komplett absterben oder eine Resistenz gegen bestimmte Wurmkuren entwickeln. Zu hochdosierte Mengen bedeuten eine Belastung für die Entgiftungsorgane der Pferde. Dies betrifft vor allem junge, alte und kranke Pferde. Gleiches gilt für Sedierungen und Medikamente. Je genauer das Gewicht, desto genauer die Dosierung. Eine genaue Dosierung hat eine große Bedeutung für die Gesundheit Ihres Pferdes.
Fütterung
In der alltäglichen Fütterung ist es wichtig, auf die Mengenangaben zu achten. Raufutter, zum Beispiel Heu und vor allem Kraftfuttermengen werden üblicherweise nach Körpergewicht berechnet. Zudem füttern nicht wenige Pferdebesitzer Müsli, Mash, Pellets oder Ergänzungsfutter, wie Mineralien. Wenn das Gewicht des Pferdes nicht bekannt ist, meinen es die Besitzer oft zu gut und füttern eine zu große Menge. Dies kann zu gesundheitlichen Beschwerden und Übergewicht führen. Vor allem bei Pferden, die an Hufrehe oder am Cushingsyndrom leiden, ist es von besonderer Bedeutung die Futtermengen genauestens anzupassen und einen Ernährungsplan zu erstellen. Dazu ist es sehr hilfreich, wenn man das Gewicht des Pferdes kennt und es regelmäßig überprüfen lässt.
Entwicklung Ihres Pferdes
Der Körper von Jungpferden verändert sich bis zum 9. Lebensjahr stetig. Bei älteren Pferden ist es ebenso wichtig, das Gewicht im Auge zu behalten, denn wenn die Pferde einmal zu dick oder zu dünn sind, ist es umso schwerer, die Kilos wieder loszuwerden oder aufzufüttern. Mit Hilfe eines Wiegepasses können Sie die körperliche Entwicklung genauestens nachhalten und einer zu starken Gewichtszunahme oder einem zu starken Gewichtsverlust frühzeitig entgegenwirken.
Anhängelast
Eine Überladung des Anhängers kann nicht nur teuer werden, sondern auch Ihre und die Sicherheit Ihres Pferdes gefährden. Der Umzug in einen neuen Stall, die Reise mit Ihrem Pferd in den Urlaub, die Fahrt zu einem Turnier oder zur Tierklinik stellen Besitzer immer wieder vor die Frage, ob die zulässige Anhängelast mit Pferden und Zubehör im Anhänger eingehalten werden kann. Das Leergewicht im Fahrzeugschein und das „tatsächliche Leergewicht“ mit Gummimatten, Sattel und anderem Zubehör kann enorm abweichen. Mit dem Wiegepass und dem „tatsächlichen Leergewicht“ ist die Frage schnell geklärt, ob eine Überladung stattfindet.